Bauernregeln für das Wetter im Januar

Die Bauernregeln (auch Wetterregeln genannt) geben allgemeine Vorhersagen für das Wetter im gesamten Januar. Auch über einzelne Tage und deren Auswirkung auf das Wetter im Jahresverlauf gibt es spezielle Bauernweisheiten. Oft gibt es für die gleiche Wettervorhersage mehrere Sprüche, welche ebenfalls hier aufgelistet sind.
Hier geht’s zu den weiteren Monaten:

JanuarFebruarMärzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember

Allgemeine Bauernregeln für Januar
  • Auf harten Winters Zucht folgt gute Sommerfrucht.
  • Im Januar dickes Eis, im Mai ein üppig Reis.
  • Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen.
  • Gibt’s im Januar Wind von Osten, tut die Erde langsam frosten.
  • Januar trocken und rau, nützt dem Getreideanbau.
  • Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer gerne heiß.
  • Knarrt im Januar Eis und Schnee, gibt’s zur Ernt’ viel Korn und Klee.
  • Kommt der Frost im Januar nicht, zeigt im März er sein Gesicht.
  • Wächst das Gras im Januar, ist’s im Sommer in Gefahr.
  • Wenn im Januar viel Nebel steigt, sich ein schönes Frühjahr zeigt.
  • Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter fürs ganze Jahr.
  • Hat der Januar viel Regen, bringt’s den Früchten keinen Segen.
  • Im Januar viel Muckentanz verdirbt die Futterernte ganz.
  • Januar ganz ohne Schnee tut Bäumen, Bergen und Tälern weh.
  • So viele Tropfen im Januar, so viel Schnee im Mai.
  • Soll man den Januar loben, muss er frieren und toben.
  • Wirft der Maulwurf im Januar, dauert der Winter bis Mai sogar.
  • Auf trockenen, kalten Januar folgt viel Schnee im Februar.
  • Januar muss vor Kälte knacken, wenn die Ernte soll gut sacken.
Bauernregeln für Januar nach Datum

1. Januar: Neujahr, Hochfest der Mutter Maria

  • Wie St. Kathrein (25. November) wird’s Neujahr sein.
  • Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.
  • Die Neujahrsnacht hell und klar deutet auf ein reiches Jahr.
  • Neujahrsnacht still und klar deutet auf ein gutes Jahr.
  • Morgenrot am ersten Tag/Neujahrstag Unwetter bringt und große Plag’.
  • Wenn’s um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch stiebt.
  • Am Neujahrstage Sonnenschein lässt das Jahr uns fruchtbar sein.

2. Januar: St. Makarios (Makarius), St. Basilius

  • Makarius das Wetter prophezeit für die ganze Erntezeit.
  • Wie das Wetter an Makarius war, so wird der September: trüb oder klar.
  • Makarius, der weiß bestimmt, was das ganze Jahr so bringt.
  • Wie der Basilius, so der September.

3. Januar: St. Genoveva

  • Bringt Genoveva uns Sturm und Wind, so ist uns Waltraud (9. April) oft gelind.

6. Januar: Heilige Drei Könige, Erscheinung des Herrn

  • Von Weihnachten bis zum Dreikönigstag aufs Wetter man wohl achten mag, denn wie das Wetter sich da verhält, so ist es die neuen Monate bestellt.
  • Wie sich das Wetter vom Christfest bis Dreikönig hält, ist es meist auch danach bestellt.
  • Ist bis Dreikönig kein Winter, so kommt keiner mehr dahinter.
  • Ist bis Dreikönig kein Winter geworden, verdient er bis Ostern auch keinen Orden.
  • Kam bis Dreikönig der Winter nicht, kommt er auch bis Ostern nicht.
  • Zeigt der Winter bis Dreikönig selten sein grimmiges Gesicht, zeigt er es auch bis Ostern nicht.
  • Ist Heiligdreikönig sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.
  • Ist Dreikönig hell und klar, gibt’s viel Wein im neuen Jahr.

8. Januar: St. Erhard/Severin

  • Sankt Erhard mit der Hack’steckt die Wintertag/Feiertag in den Sack.
  • Der Erhard mit der Hack’, der steckt Weihnachten in den Sack.
  • Wenn es dem Severin gefällt, bringt er mit die große Kält’.

9. Januar: St. Julian, St. Gregor

  • Sankt Julian bricht das Eis; bricht er es nicht, umarmt er es.
  • Sankt Julian bricht das Eis, oder er bringt’s mit von seiner Reis’.
  • Scheint an Gregor die Sonne, herrscht bei Korn- und Weinbauern Wonne.

10. Januar: Paulus Einsiedel

  • An Sankt Pauli Sonnenschein bringt viel Korn und guten Wein
  • Ist der Paulustag gelinde, gibt’s im Frühjahr raue Winde.
  • Lässt Paulus keine Tropfen fallen, gibt’s zur Heuzeit wenig Ballen.

15. Januar: St. Habakuk

  • Spielt auch die Muck’ um Habakuk, der Bauer nach dem Futter guck.
  • Die Schnake, die hat leichtes Spiel, bringt der Januar der Wärme viel. Jedoch sticht uns’re Mücke nicht, schwillt auch nicht Habakuks Gesicht.

16. Januar: St. Theobald, St. Marcellus

  • Der Theobald, der Theobald, der macht unsere Häuser kalt.
  • Die Kälte, die kommt angegangen, wenn bei Theobald die Tage langen.
  • Wie das Wetter an Marzellus war, wird’s im September: trüb oder klar.

17. Januar: St. Antonius

  • Wenn zu Antoni die Luft ist klar, gibt’s ein trockenes Jahr.
  • Große Kälte am Antoniustag manchmal nicht lange halten mag.
  • Der Antonius mit dem weißen Bart, wenn’s da nicht regnet, er mit dem Schnee nicht spart.
  • Um Antonius nehmen die Tag zu um eine kleine Mönchesruh’.
  • Große Kält’ am Antonitag, große Hitz’ am Lorenzitag (10. August).
  • Am Schnee nicht spart Sankt Anton mit dem weißen Bart.

20. Januar: St. Fabian, St. Sebastian

  • An Fabian und Sebastian fängt Baum und Tag zu wachsen an.
  • An Fabian und Sebastian fängt der rechte Winter an.
  • Um Fabian und Sebastian, da fängt der Baum zu saften an.
  • An Fabian und Sebastian soll der Saft in die Bäume gahn.
  • Sturm und Frost an Fabian ist allen Saaten wohlgetan.
  • Fabian im Nebelhut, der tut den Bäumen/Pflanzen gar nicht gut.
  • Tanzen um Fabian schon die Mücken, muss man später den Kühen das Futter bezwicken.
  • Sebastian je kälter und heller – dann werden Scheuer und Fässer umso völler.
  • Sonnenschein um Fabian und Sebastian, der lässt den Tieren das Futter ausgah’n.
  • Um Fabian und Sebastian, da nimmt auch der Tauber die Taube an.

21. Januar: St. Agnes

  • Wenn Agnes und Vincentus (→ 22. Januar) kommen, wird neuer Saft im Baum vernommen.
  • Die Agnessonne hat weder Kraft noch Wonne.
  • Sonnenschein am Agnestag, die Frucht wurmstichig werden mag.
  • Ziehen Wolken am Agnestag über den Grund, bleibt die Ernte stets gesund.

22. Januar: St. Vinzenz

  • Beim heiligen Vincentius gibt’s neuen Frost oder Winterschluss.
  • An St. Vinzent, da hat der Winter noch kein End’.
  • Kommt Sankt Vinzenz tief im Schnee, bringt das Jahr viel Heu und Klee.
  • Wenn Agnes und der Vinzenz kommen, wird neuer Saft im Baum vernommen. (→ 21. Januar)
  • An dem Tag Vinzenzius jede Rebe treiben muss.
  • Wie’s Wetter am St. Vinzenz war, so kann’s auch sein das ganze Jahr: Schönes Wetter bringt Gewinn, drum merk’ den Tag in deinem Sinn.
  • An Vinzenzi voller Sonnenschein lässt uns hoffen auf Korn und Wein // … bringt uns reichlich Korn und Wein // … bringt dem Winzer guten Wein,
  • Vinzenzi Schein bringt viel Wein.
  • Scheint die Sonne an Vinzenzi blass, mit gutem Wein füllt sie das Fass.
  • Hat der Vinzenz Wasserflut, ist es für den Wein nicht gut; schüttet es gar in die Wann’ – o weh, wie wird er dann?
  • Geht der Vinzenz im Schnee, gibt es viel Heu und Klee.

25. Januar: Pauli Bekehrung

  • Am Tage Pauli Bekehr der halbe Winter hin, der halbe Winter her.
  • St. Paulus kalt mit Sonnenschein, da wird das Jahr wohl fruchtbar sein.
  • Je kälter unser Pauli und auch heller, desto voller werden Scheune und Keller.
  • Scheint die Sonne schön an Pauli Bekehrung, bringt es den Früchten gute Bescherung.
  • Ist an Pauli Bekehr das Wetter schön, werden wir ein warmes Frühjahr seh’n; ist es aber feucht und schlecht, kommt das Frühjahr spät als fauler Knecht.
  • Wenn die Sonne am Paulustage scheint, wird stets ein gutes Jahr gemeint. Wird es aber schneien oder regnen, kann uns ein mäßiges Jahr begegnen.
  • Wenn’s an Pauli regnet oder schneit, folget eine teure Zeit.
  • Pauli bekehr dich – halber Winter, scher dich.
  • Ist es an Paulus klar, kommt ein gutes Jahr.
  • Hat er Wind, regnet’s geschwind.
  • Wenn’s aber regnet oder auch schneit, wird teuer das Getreid’.
  • Ist der Nebel stark, füllt Krankheit den Sarg.
  • Doch Gott allein, der wendet alle Pein (Scherz).

26. Januar: St. Timotheus, Bischof von Ephesus

  • Timotheus bricht das Eis; hat es keins, so macht er eins.

30. Januar: St. Martina von Rom

  • An Martina Sonnenschein verheißt viel Frucht und guten Wein.
  • Scheint an Martina die Sonne mild, ist sie der guten Ernte Bild.
  • Wenn der Jänner viel Regen bringt, werden die Gottesäcker gedüngt.
  • Bringt Martina Sonnenschein, hofft man auf viel Korn und Wein.

31. Januar: Virgilius von Trient (Überführung der Gebeine)

  • Friert es stark um Virgilius, im März viel Kälte kommen muss.
  • Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.

Anzeige